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Firma Shine filtert Werbung aus dem Internet

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Dirk Kruse / pixelio.de

Das Unternehmen Shine verspricht werbefreies Internet. Über eine spezielle Technik des Anbieters soll die Werbung direkt aus dem Netz gefiltert und nicht mehr angezeigt werden. Aber ist das überhaupt legal und welche Provider bieten diese Möglichkeit an?
Werbung begegnet uns überall. Vor allem im Internet werden wir ständig damit konfrontiert – egal ob wir nun am PC sitzen oder mit mobilen Endgeräte, wie Smartphone oder Tablet, unterwegs sind. Werbung lässt sich selten vermeiden, denn damit verdienen viele Firmen ihr Geld. Unternehmen bieten Dienste kostenlos an, aber wovon leben Sie? Ja, von Werbeverträgen und von Reklame, welche die Nutzer ansehen bzw. anklicken. Ein bekanntes Beispiel hierfür sind Apps. Viele Apps kann man kostenlos nutzen. Meist gibt es auch eine kostenpflichtige Version, welche (im Gegensatz zur kostenlosen) werbefrei ist. Entweder verdient die Firma hinter der App Geld durch Werbeanzeigen oder sie bekommt Geld durch den Verkauf.
Shine möchte die Werbung für uns verbannen. Aber sie nutzen keine Werbeblocker, welche schon weit verbreitet sind. Sie installieren ihre Technik beim Provider und filtern die Werbeanzeigen bereits dort heraus.

Ist dieses Vorhaben legal?

Dem Manager von Shine, Carthy, sei klar, dass es juristische Anfechtungen gegen diesen Vorhaben geben wird. Allerdings habe das Unternehmen alle rechtlichen Punkte bedacht. Da Werbeblocker bereits von vielen Usern genutzt werden, ist für Carthy klar, dass ein Bedarf von werbefreiem Internet auf jeden Fall besteht. Letztendlich bewegt sich der Provider mit solch einer Blockade auf dünnem Eis. Wie die Dienste von Shine letztendlich juristisch behandelt werden bleibt abzuwarten.

Bieten deutsche Provider diesen Service an?

Bisher ist unklar, ob auch deutsche Provider zu den Shine-Kunden gehören. Vodafone und Telefonica geben beispielsweise keinen Kommentar zu dieser Frage ab. Die Telekom gab zu verstehen, dass sie zwar den Markt beobachte, derzeit aber keine Pläne in diese Richtung entwickeln würde.

Quelle:
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/werbeblocker-firma-shine-deutsche-provider-beteiligt-a-1033922.html

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