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Entführung einer Domain aus der Kontrolle des FBI

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Angela Parszyk / pixelio.de

Die Domain Megaupload eines Sharehosters wurde vor einiger Zeit vom FBI der US-Bundespolizei beschlagnahmt. Vor wenigen Tagen erschienen plötzlich seltsame Inhalte im Web. Seltsam aus dem Grunde, da die Adresse der Inhalte ja in stattlichem Besitz sein sollte. User trafen auf merkwürdige Links zu Homepages, welche mit Malware (Computerprogramme mit unerwünschten und schädlichen Funktionen) infiziert waren.

Eigentlich sollten Leute, die diese Domain eingaben, auf die Informationsseite der US-Behörde verwiesen werden. Erst dachten die Menschen, die FBI-Webserver wurden gehackt. Wie sich aber herausstellte, gab es eine viel einfachere Erklärung: es handelte sich um Versagen von Verantwortlichen – welches den Besagten sehr peinlich ist.

Man hatte vergessen, die Registrierung der beschlagnahmten Domain zu verlängern. Daher wurde die Adresse vom Registrar automatisch wieder freigegeben. Kurz nach der Freigabe wurde sie direkt wieder registriert und leitete nun zur Seite Cirfu.net weiter.

Zur gleichen Zeit wurden die Inhalte auf der Plattform GoDaddy von einem User mit dem Nickname „Earl Grey“ an den Meistbietenden weiter verkauft.

Jetzt wurde auch das FBI wieder aktiv. Allerdings dauert es eine Zeit, bis sie die Domain wieder unter Kontrolle haben. Cirfu.net ist mittlerweile offline und die „entführte“ Webadresse führt bis auf weiteres ins Nichts. „Earl Grey“ konnte nicht kontaktiert werden. Scheinbar handelt es sich um einen britischen Staatsbürger, welcher seinen Wohnsitz in Spanien hat.
Kim Dotcom, der ehemalige Besitzer der Megaupload Domain, kann sich zynische Kommentare über das Geschehen nicht verkneifen. Er ist der Ansicht, dass ihm die Adresse zu Unrecht entzogen wurde. Der Unternehmer schrieb: „Man muss es sehen, um es glauben zu können: Megaupload.com – Pornos, Drogen, Malware und Werbemüll werden Ihnen präsentiert vom US-Justizministerium“.

Quelle:
http://winfuture.de/news,87330.html

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